Mensch- Tier Verhältnis

Es gibt drei primäre Grundkräfte auf der Erde, die Natur, die Tiere und die Menschheit. Dabei beherrscht der Mensch die Natur und die Tiere, indem wir uns ihnen überordnen. 

Der Mensch denkt die Welt zu regieren zu können, womit er sich gewaltig irrt. Die Welt gehört keinem auserwähltem Individuum oder einer bestimmten Gruppe, denn das widerspricht der universellen Gleichheit und Verbundenheit. Das Tier kann also gar nicht durch den Menschen ermessen werden, denn es hat auch wie der Mensch das gleiche Recht sich auf der Erde frei entfalten zu können. Wir würden uns nur selbst zerstören, wenn wir versuchen die Welt zu kontrollieren. Somit wehre weder ein Miteinander noch eine Zukunft ohne Unterdrückung möglich. Diese Unterdrückung, die ihren Ursprung im menschlichen Denken hat, ist dafür verantwortlich, dass so viele Tiere gelitten haben und leiden. Sie leben nicht frei, sie sind gebunden an die Fesseln die wir Menschen ihnen angelegt haben. Wir meinen auf die Tiere herabschauen zu können und vergessen dabei, dass wir gerade dabei sind die Welt zu vernichten. Dabei geben wir uns selbst das Recht mit der Natur und mit den Tieren alles erdenkliche machen zu können, was wir gerne wollen. 

Aber haben wir die Tiere jemals gefragt, was sie davon halten? Die Antwort lauten nein. Warum sollten wir auch Tiere berücksichtigen, die keine Möglichkeit haben sich zu wehren. Schweigend ertragen wir unsere Opfer besser, als wenn sie sich wehren könnten. Das mag vielleicht auch ein Grund sein, warum wir dieses schreckliche Verhalten nicht hinterfragen.

Die Natur besteht nicht aus separaten Kräften, sie ist das Zusammenspiel von allem was auf der Erde existiert. Tiere verkörpern das Leben, welches in jedem von uns steckt. Das Leben hat keinen festgelegten Wert und man kann es auch nicht kaufen. Deshalb ist alles was in der Natur vorkommt von gleicher Bedeutung. Es wäre fatal zu sagen, dass Tiere unbedeutender wären als wir, denn sie sind Teil eines komplexen, spontan ablaufenden Systems, in dem wir auch leben. Wenn wir einem Tier Schaden zufügen, wird dieser Schaden auch auf uns zurückkommen, da Tiere für das Leben auf der Erde notwendig sind. Tötet ein Löwe eine Gazelle, so gehört dieses Verhalten zu einem Kreislauf, der sich seit Millionen von Jahren entwickelt hat. Der Mensch tötet allein in einem Jahr über eine Billion Landlebewesen, das sind 10mal mehr Tiere als jemals Menschen die Erde bewohnt haben. Diese Art von Massenvernichtung gibt es erst seit wenigen Jahrhunderten und hat sich in den letzten Jahrzehnten extrem gesteigert. Wer gibt uns überhaupt die Freiheit über das Leben anderer Lebewesen entscheiden zu können?

Wir sind es selbst und dabei vergessen wir diejenigen zu fragen, die am meisten unter unserer „Freiheit“ leiden. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das Gleichgewicht auseinander brechen wird und wir das Resultat unserer Überlegenheit spüren werden. Dann werden wir vielleicht verstehen, dass auf der Erde ein harmonisches Miteinander gewährleistet werden muss, in der wir nicht versuchen die Natur zu kontrollieren. Wir schauen durch blinde Augen, die das Leid nicht mehr wahrnehmen und somit werden wir zu dem was wir sind. Das Tier lebt in einer von uns fremd gewordenen Welt, in der wir Menschen als außenstehende Individuums den Kampf die Welt zu regieren gerade verlieren. Wie wir sind Tiere fühlende Mitgeschöpfe und sind sich der Welt in der sie leben bewusst. Sie haben leider keine Möglichkeit sich gegen die herrschende Ungerechtigkeit zu währen. Wäre dies Möglich, müssten wir den Tieren einiges erklären, denn unser Handeln ist nicht gerechtfertigt. Wir nehmen den Tieren mehr als wir ihnen jemals zurückgeben könnten. Das ist jedem bewusst. Leider sind die meisten Menschen zu bequem ihr Verhalten zu ändern, um auch Tieren das Recht auf Leben zu gewährleisten.